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Dienstag, 28. August 2012

Ein zweites Mal nach Wilsede (Sa., 18.08.2012)

Start:Oberhaverbeck
Über:Wilseder Berg/Wilsede
Ziel:Oberhaverbeck
Distanz:ca. 11km
Dauer:ca. 3:00h

Uns hat die letzte Tour durch die Lüneburger Heide so gut gefallen, dass wir gleich ein weiteres Mal losgezogen sind. Diesmal hatten wir ein Kind und einen Hund dabei gehabt und wollten auf einer kleineren Runde mal austesten, wie gut das funktioniert.

Wieder ging es früh los und dieses Mal haben wir einen Parkplatz in Oberhaverbeck angesteuert und unser Auto zum Glück in den Schatten stellen können. Vom Parkplatz aus ist ein Rundweg über den Wilseder Berg, Wilsede und den Totengrund in ca. 11km möglich, was in Anbetracht der großen Hitze (bis zu 37 Grad) auch völlig ausreichend war. Der Parkplatz ist zwar gebührenpflichtig, aber die 3 Euro für einen ganzen Tag dienen der Pflege der Heide und sind sicherlich gut angelegt. Für Wilsede haben wir einen längeren Aufenthalt eingeplant, wollten uns das Dorf genauer anschauen, eventuell eine Kutschfahrt durch die Heide machen und Mittagessen.

Zum Glück führte uns unser Weg bis kurz vor den Wilseder Berg hauptsächlich durch den Wald, denn bereits am Vormittag hatte die Sonne reichlich Kraft und wir waren dankbar für jeden Schatten. Auf dem Berg haben wir wieder einmal die Aussicht genossen und auf Grund des strahlend blauen Himmels leuchtete die Heide in noch kräftigeren Farben als letztes Mal. Die Türme von Hamburg haben wir aber auch dieses Mal nicht erkennen können.

Im Anschluss ging es nach Wilsede und die Wasservorräte für unseren Hund wurden aufgefüllt. Der Versuch eine Kutschfahrt durch die Heide machen zu können, scheiterte leider, da alle Gespanne vorbestellt waren und warten mussten, bis ihre Passagiere wieder vollzählig zurück waren. Immerhin erfuhren wir, dass man besten gleich vormittags um 10 Uhr ab Undeloh, Niederhaverbeck oder Oberhaverbeck aus startet. Unsere Tochter, die sich riesig auf die Kutschfahrt gefreut hat, mussten wir auf nächstes Mal vertrösten, aber da es in Wilsede noch genug zu entdecken gab, war es nicht ganz so schlimm.

Wir haben uns die Ausstellungen in den einzelnen Bauernhäusern angeschaut und waren im Heidemuseum. Vor dem Heidemuseum konnte man zugucken, wie Salz gesiedet wurde und sich die Geschichte des Salzes erklären lassen. Unsere Tochter stöberte durch den Souvenirladen und erstand am Ende einen Kuli (mit Heidschnucken drauf) als Erinnerung.

Zum Mittagessen sind wir in das Gasthaus eingekehrt und haben eine Kleinigkeit gegessen. Das Gasthaus ist absolut empfehlenswert, das Essen war lecker (gut bürgerliche Heideküche) und das Personal trotz Temperatur und Stress sehr freundlich und bemüht.

Frisch gestärkt und ein wenig erholt und runtergekühlt ging es an den Rückweg. Auch hier haben wir mit dem Weg über den Totengrund eine gute Strecke erwischt, da wir hauptsächlich durch lichten Wald gingen und immer im Halbschatten waren. Die Nachmittagshitze wäre auch sonst über die Zeit kaum auszuhalten gewesen.

Am Ende bleibt zu sagen, dass sowohl Kind als auch Hund ihren Spaß hatten und gut durchgehalten haben und die Lüneburger Heide ist und bleibt absolut empfehlenswert für größere oder kleinere Wandertouren.


Montag, 20. August 2012

Wilseder Berg (Sa., 12.08.2012)

Start:Einem
Über:Wilseder Berg/Wilsede
Über:Totengrund/Steingrund
Ziel:Einem
Distanz:ca. 17km
Dauer:ca. 4:25h

Diesmal ging es so richtig in die Lüneburger Heide. Ziel waren der Wilseder Berg, immerhin die höchste Erhebung der Lüneburger Heide und der Totengrund. Vom Wanderparkplatz "Einem" aus (Achtung: Aus Richtung Behringen kommend, fehlt die Beschilderung. Der Parkplatz liegt auf der linken Seite, wenn rechts das Forstgut Einem ausgeschildert ist) sind wir am Forstgut Einem vorbei Richtung Heimbuch gestartet.

Der erste Abschnitt ging komplett durch den Wald und da es noch früher Vormittag war, liefen wir auf taubedeckten Graswegen. Wasserdichtes Schuhwerk ist hier mehr als zu empfehlen. Von Heimbuch ging es der Beschilderung folgend Richtung Wilsede, bzw. Wilseder Berg (je nach Wegweiser, entweder Stein oder Holzschild, war die Ausschilderung unterschiedlich).

Einen guten Kilometer vor dem Wilseder Berg verlässt man das Waldgebiet und kommt in die typische, gelb-lila leuchtende Heidelandschaft. Von hier konnten wir dann auch das erste Mal den Wilseder Berg sehen.

Oben angekommen legten wir eine kleine Verschnaufpause ein und genossen die Aussicht über eine tolle Heidelandschaft. Bei gutem Wetter sollen sogar die Türme von Hamburg zu sehen sein. Wir konnten trotz guter Sicht leider nur Windräder am Horizont ausmachen.

Vom Wilseder Berg ging es dann Richtung Totengrund weiter. Wir liefen dabei auf Wilsede zu und erwarteten ein ganz "normales" Dorf. Als wir dann nach Wilsede rein kamen, waren wir völlig erstaunt, ein idyllisches Heidedorf mit wenigen, restaurierten Bauernhäusern, einem Heidemuseum und vielem mehr vorzufinden. Uns war klar, dass die nächste Heidetour auf jeden Fall wieder nach Wilsede führt und wir für dort unsere Mittagspause planen werden.

Jetzt ging es aber direkt weiter Richtung Totengrund. Auf dem Weg dorthin, haben wir dann endlich auch mal einen typischen Schäfer (mit Hut, Stock und Hütehunden) und eine große Herde Heidschnucken zu Gesicht bekommen (ohne Heidschnucken ist es auch irgendwie nicht richtig die Lüneburger Heide). Am Totengrund angekommen, haben wir uns erst einmal schlau gemacht, woher der Totengrund seinen Namen hat. Es handelt sich nämlich keineswegs um einen Friedhof, sondern das Totengrund genannte Tal führt kein Wasser, so dass es früher „Toter Grund“ genannt wurde. Der Blick in das Tal ist auf jeden Fall grandios und jeder der Wilsede oder den Wilseder Berg bewandert, sollte auch einen Abstecher zum Totengrund einplanen.

Von hier aus ging es dann über den Steingrund langsam wieder Richtung Einem. Auch der Steingrund ist ein sehenswerter Talabschnitt mit typischer Heidelandschaft und vom Totengrund kann man direkt dorthin runter wandern. Unten angekommen ging es der Beschilderung folgend über einen Waldweg Richtung Niederhaverbeck und in einem Bogen auf der anderen Seite der Kreisstraße wieder zum Wanderparkplatz Einem.

Unser Versuch uns mit einer warmen Mahlzeit zu stärken scheiterte diesmal an der fortgeschrittenen Uhrzeit. Ab 14 Uhr wird es in der Heide rund um Behringen schwer, ein warmes Mittagessen zu bekommen. Kaffee und Kuchen scheint dafür aber kein Problem zu sein. Wir entschieden uns, unser Mittagessen auf den Abend zu verlegen und haben die Heimreise angetreten.

Insgesamt war es eine wirklich gelungene Tour und mit rund 17 Kilometern unsere bislang längste. Von der Landschaft und den „Sehenswürdigkeiten“ aber auch die mit Abstand schönste. Die Dauer von 4:25 Stunden bezieht sich dabei auf die reine Wanderzeit, alles in allem waren wir rund 6 Stunden vor Ort.